2018-04-24 22:52:39

Chronik

SV 07 Apollensdorf e.V.

Gründung als Turnverein Frisch – Auf Apollensdorf am 4. Juni 1907 
unter dem Motto die 4 F  >>  frisch, fromm, fröhlich, frei

Initiator war Paul Veit (Lehrer am Gymnasium zu Wittenberg – verbrachte seine Freizeit in Apollensdorf bei seinem Cousin Otto Veit)

Gründungsmitglieder : Hermann Schulze, Otto Veit, Franz Schulze(Dorfkneipe Schenke), Wilhelm Höhne, Friedrich Räbiger, Franz Anders, Paul Gericke, Hermann Stieler, Franz Stieler, Otto Döbert  (Gastwirt Apollo-Klause)
Nach jeder Übungsstunde saß man gesellig beisammen, in jedem Jahr wurde das Stiftungsfest gefeiert. Vorrangig wurden Leibesübungen (Turnen) und Leichtathletik betrieben.

  1. Sportplatz – Gerbers Pferdekoppel
  2. Sportplatz – Wiese bei Gastwirt Schulze, dann mit Unterstützung der WASAG in der Kolonie Braunsdorfer Str.

Erfolgreiche Teilnahmen an Turnfesten in Köln, Breslau und Stuttgart der Sportfreunde Otto Hennig und Wilhelm Kusemeier (Vereinsvorsitzender bis 1945, versteckte in den Kriegswirren die Vereinsfahne hinter dem Ofen am Schornstein)
1922 wurde die Vereinsfahne für mehr als 100 000 Reichsmark angeschafft, eine Woche später hätte sie das doppelte gekostet, Einweihung im Juni 1923 zum 16.Stiftungsfest.

Aufbau des Handballsports Anfang der 30-iger Jahre in Apollendorf, besonders engagierte sich der Lehrer Willy Pietsch – Errichtung eines Handballplatzes zwischen Eisenbahntrasse und Einfahrt Mühlberg ( heute Bau-Union ), das Land wurde vom Stickstoffwerk zur Verfügung gestellt.
Bei jedem Spiel kamen hunderte Zuschauer aus Wittenberg, Klein-Wittenberg, Piesteritz und Apollensdorf , die Veranstaltungen hatten Volksfestcharakter. Angestachelt vom Erfolg und dem Zuspruch der Zuschauer und vor allem dank des Ehrgeizes der Mitglieder, begann man 1935 mit dem Sportplatzbau auf dem „ Spitzen Berg “, dem heutigen Sportplatz.

Nach 1945 wurde der Sportplatz von der Roten Armee als Fuhrpark genutzt, dennoch wurde der Handballsport durch Heinz Matthies erfolgreich wieder aufgebaut.

1947 wurde der Sportplatz durch den Sportverein übernommen, es wurde ein Umkleideraum und Nebenanlagen für Leichtathletik errichtet im NAW. ( Nationales Aufbauwerk )
Aufnahme des Spielbetriebes Feldhandball mit 2 Männermannschaften, 2 männl. Jugendmannschaften und einer Frauenmannschaft.

Erster Vergleichswettkampf in der Leichtathletik zwischen Griebo und Apollensdorf.
1950 – 1960 mehrmaliger Kreismeister im Feldhandball und Aufstieg in die Bezirksklasse, aus Geldmangel konnte oftmals die höhere Klasse nicht gehalten werden, obwohl die Mannschaft immer Spitzenplätze in der Kreisklasse erzielte. In den 60-iger Jahren erfolgte der Umbruch zum Hallenhandball.

1968 erfolgte die Grundsteinlegung für die Sporthalle Apollensdorf – das wohl mutigste Projekt in der Dorf- und Sportgeschichte – es dauerte dann fast 6 Jahre, bis im Mai 1974 die Fertigstellung gefeiert werden konnte mit einem Eröffnungsspiel der 1. Männermannschaft gegen Chemie Piesteritz.

Cirka 1971 konnte die A-Jugend Handballmannschaft als Kreismeister beim Aufstiegsturnier in der Dessauaer ZAB – Sporthalle den Aufstieg in die Bezirksklasse erringen, seit dieser Zeit bis 1998 konnte diese Klasse ( ab 1990 Anhalt – Liga ) gehalten werden. Seit 1998 werden in der Anhalt -Klasse stets vordere Platzierungen belegt.

Übersicht der Mitgliederbewegung

1933 – 85  Männer
            22  Turnerinnen
            15  Zöglinge
            23  Mädchen

1952 – 172  Mitglieder

2006 – 35 Männer  Abtlg. Hallenhandball
            20 Frauen   Abtlg. Gymnastik / Gesundheit

Das 75.Stiftungs- bzw. Gründungsjubiläum wurde „ vergessen “, dafür wurde das 90-jährige Vereinsjubiläum im Rahmen des Dorffestes gebührend gefeiert. Die lange Zeit vermisste und leider auch beschädigte Vereinsfahne konnte mit Hilfe von Sponsoren erneuert und zu diesem Jubiläum vorgestellt werden. Es gab ein Traditionshandballspiel gegen ehemalige DDR-Oberliga Handballspieler von Dynamo-Halle-Neustadt, eine Vereins-Ausstellung, ein   Handballturnier mit anschließendem Festumzug und vieles andere mehr.

Der Höhepunkt in der Vereinsgeschichte wird im nächsten  Jahr das 100-jährige Vereinsjubiläum sein, hier hat sich bereits ein vereinsinternes Festkomitee zur Planung zusammengefunden.

 

Zusammengestellt im Februar 2006 mittels der dankeswerten Bereitstellung von aufbewahrten und gesammelten Unterlagen der Herren Werner Thiele und Dieter Schemel durch Ulrich Anthes ( Stellv. Vors. des Vereins )

gez.: U.Anthes

 

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